Bambus: nachhaltiges Holz

Vor kurzem habe ich im Fernsehen einen Film gesehen, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht: Immer schon bin ich ein Fan vom Bambus, aber was diese Pflanze bewirkt, weiß ich erst seit dem Bericht. In der Reportage wurde die Designerin und Architektin Linda Garland vorgestellt, die Mitte der 70er Jahre nach Bali kam. Zunächst stellte sie Möbel aus Bambus her, vertiefte ihr Wissen und entdeckte, wie wichtig Bambus für die Umwelt ist. „Bambus ist das nachhaltige Holz der Zukunft“, sagt sie in dem Interview.

Die Vorteile der Wunderpflanze:

  • Bambus wächst auf jedem Untergrund, selbst auf verseuchten Böden
  • In einer Zeit knapper werdender Ressourcen und Überbevölkerung ist die Pflanze genial, weil sie schnell wächst und sehr produktiv ist und auf diese Weise mit dem Ausmaß der Umweltzerstörung mithalten kann
  • Bambus absorbiert viel mehr Kohlendioxid als Bäume und andere Pflanzen
  • Bambus benötigt keine Düngemittel
  • Und das Wichtigste: Bambus kann den Grundwasserpegel anheben.

So hat Linda Garland Bambus an einer Wasserquelle auf Bail angebaut, die fast versiegt war. Der Bambuswald hat bewirkt, dass dort inzwischen wieder 2,5 mal mehr Wasser als vorher ist. Bambus hat also auch einen sehr positiven Effekt auf den Grundwasserpegel – und man kann den Baustoff jedes Jahr neu ernten.

Linda Garland hat inzwischen die „Environmental Bamboo Foundation” gegründet und sie verwendet Bambus in vielen Projekten auch in den Häusern von Promis, die sie zum Beispiel für David Bowie oder Richard Branson gebaut hat. Und inzwischen gibt es einige «grüne» Luxusresorts. Die Hotelanlage des Phu Chaisai Mountain Resorts zum Beispiel besteht aus Bambus, Lehm und etwas Holz.

Wir bauen auf Beton – sind wir deshalb manchmal „Betonköpfe“, die der Natur zu wenig Beachtung schenken?

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